Bienenkrankheiten


Neben möglichen Einflüssen der Umwelt stehen folgende Bienenkrankheiten im Fokus der Untersuchungen:

  • Varroose
  • Nosemose und Amoebiose
  • Virosen
  • Acariose (Tracheenmilbe)
  • Amerikanische Faulbrut

Mehr zu diesem Thema im folgenden Text und in diesem Dokument.

Varroose

Der Milbenbefall der Völker wird im Juli vor einer eventuellen Sommerbehandlung und im Oktober bestimmt. Hierzu werden 200 bis 300 Bienen nach einer genauen Gewichtsbestimmung ausgewaschen und die Zahl der Milben bestimmt. Der Grad des Befalls wird zum Überwinterungsquotienten der einzelnen Völker (Volksstärke im Frühjahr/Volksstärke im vorausgegangenen Herbst) in Beziehung gesetzt.

Nosemose (alt: Nosematose)

Nosemainfektionen werden 2- bis 3-mal pro Jahr und Volk mikroskopisch diagnostiziert. Hierzu werden die Hinterleiber von 10 Bienen pro Volk zermörsert, mit Wassertropfen versetzt und unter dem Mikroskop auf das Vorhandensein von Sporen untersucht. In jeweils zwei Nosema-positiven Proben pro Imker und Jahr wird anschließend molekularbiologisch untersucht, welche Nosema-Art (Nosema ceranae / Nosema apis) die Infektion verursacht. Eine Untersuchung auf Amöben wird zusammen mit der Untersuchung auf Nosema mikroskopisch durchgeführt.

Virosen

Von fünf zufällig ausgewählten Völkern pro Imker wird die eine im Herbst gezogene Bienenprobe molekularbiologisch auf akute Bienenparalyse Virus (ABPV), Flügeldeformationsvirus (DWV), Sackbrutvirus (SBV) und Chronische Bienenparalyse Virus (CBPV) untersucht.

Acariose (Tracheenmilbe)

Für die Diagnose der Acariose (Tracheenmilbe) wird eine Sammelprobe pro Stand und Jahr mikroskopisch untersucht.

Amerikanische Faulbrut

Im Oktober werden außerdem zwei Futterkranzproben pro Bienenstand genommen und auf Sporen des Faulbruterregers Paenibacillus larvae untersucht.